Herzlich willkommen

Sie interessieren sich für die Angehörigenproblematik der Sucht? Vielleicht weil Sie selber - als Partner, Eltern, Kind, Geschwister, Freund - betroffen sind, weil Sie suchtkrank waren oder weil Sie als Suchthelfer arbeiten? Diese Website ist angehörigenzentriert und solidarisiert sich parteiisch mit den Angehörigen und Kindern von Suchtkranken.

Gibt es Co-Abhängigkeit? Es wird behauptet, dass der Begriff Angehörige als krank stigmatisiere und er deshalb nicht mehr genutzt werden solle. Der meines Erachtens Pseudo-Diskurs lenkt davon ab, dass sich die Suchthilfe, -politik und -forschung in der Angehörigenproblematik bis heute zu wenig engagieren. Für mich ist der Begriff Co-Abhängigkeit eine Überschrift, die einer vielschichten und facettenreichen psychosozialen und auch gesellschaftlichen Problematik einen Namen gibt. Einen Besseren haben wir aktuell nicht.

Angehörige haben es schwer und sie leiden genauso unter den Folgen und Begleiterscheinungen der Sucht wie die Suchtkranken. Im Berufsalltag, auf Tagungen, in Fortbildungen oder Workshops mache ich die erfreuliche Erfahrung, dass viele KollegInnen das Defizit sehr wohl erkannt haben: "Eigentlich müssten wir viel mehr tun!". In der Hinwendung, Beachtung und Unterstützung von Angehörigen, davon bin ich überzeugt, liegt eine riesen Chance, uns zu verbessern und eine effektivere Suchthilfe zu entwickeln.

Ihr Jens Flassbeck

2018-05 | Positionspapier

"Hinschauen, zuhören, helfen." Der Verbandsrat des paritätischen Gesamtverbands hat im April ein beachtliches und unterstützenswertes Positionspapier zur Versorgung von Kinder aus Suchtfamilien und zur Überwindung der versäulten Sozialrechtssysteme herausgebracht. Auf Nacoa.de ist ein lesenswerter Bericht, in dem die Kernthesen des Papiers zusammengefasst werden.
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» Positionspapier

2018-04 | NACOA

NACOA hat ein kurzes Video mit dem Titel "Schattenkinder" zur Problematik der Kinder aus Suchtfamilien veröffentlicht, auch um für sich zu werben und neue Mitglieder zu gewinnen. Das ist gut! NACOA sollte viel größer werden, um mehr Gewicht zu bekommen und mehr Einfluss nehmen zu können.
» Video

2018-04 | Jubiläum

Die Diakonie von Altenkirchen und des Westerwaldkreises feierte unter dem Motto "Lebe jetzt!" 25 Jahre familienorientierte Suchtprävention. Der dortige Kollege Dirk Bernsdorff ist für mich ein Pionier und Vorreiter in der Angehörigensache. Faszinierend, was er über die Jahre für ein Netzwerk in der Region aufgebaut hat! Es war für mich eine Ehre, den inhaltlichen Impuls des Tages setzen zu dürfen. Mein Vortrag lautete: "Zur Bedeutung der Angehörigenarbeit - Ansichten eines Therapeuten". Das Wichtigste neben den Feierlichkeiten waren indes die vielen kleinen Pausengespräche mit in der Angehörigensache engagierten und qualifizierten Menschen und die Energien und Ideen, die vermutlich alle, so wie ich, mit nach Hause nahmen. So werden neue Projekte geboren.
» Thesenpapier

2018-02 | Workshop zur Aktionswoche

Am Samstag den 10.02. hat unser Workshop "Meine Stärken, meine Sehnsucht" stattgefunden. Er war eine gemeinsame Veranstaltung von Günter Philipps als Vertreter der Gütersloher Suchtselbsthilfe, der niedergelassenen Psychotherapeutin Frau Barth und mir als Vertreter meines Klinikums. Gute Angehörigenarbeit braucht Vernetzung und Kooperation. Der Workshop war gut besucht. Und meine Kollegin Frau Barth fand abschließend schöne Worte, als sie ihre Bewunderung formulierte, mit wieviel Feingefühl und Wertschätzung sich die TeilnehmerInnen begegnet sind.
Der Workshop war Teil der bundesweiten Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien, die vom 11. bis 17.02. stattfand. Ziel der jährlich zum Valentinstag durchgeführten Woche ist es, den vergessenen Kindern eine Stimme zu geben. Die Veranstalter freuten sich über die gute Teilnahme mit insgesamt 110 Veranstaltungen und 20 Aktionen. Eine hoffnungsvolle Note erhielt die Woche durch den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD, in dem explizit auf die Verbesserung der Situation von Kindern mit psychisch kranken Eltern eingegangen wird.
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