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Blume gießen 

Co-abhängig.de

  

Sucht betrifft viele, Co-Abhängigkeit alle anderen.

 

HERZLICH WILLKOMMEN

Sie interessieren sich für die Angehörigenproblematik der Sucht? Vielleicht weil Sie selber betroffen sind, weil Sie suchtkrank sind, weil Sie als Suchthelfer arbeiten oder weil ein Freund von Ihnen betroffen ist? Diese Website ist angehörigenzentriert und solidarisiert sich parteiisch mit dem Leiden und den Interessen der Angehörigen und Kindern von Suchtkranken.

Co-Abhängigkeit, gibt es das überhaupt? Zu Recht wird die gängige, in Deutschland verbreitete Auffassung von Co-Abhängigkeit scharf kritisiert, dass Angehörige Sucht auslösen, fördern und aufrechterhalten. Diese vorwurfsvolle Auffassung hat Schaden angerichtet. Soll man deshalb den Begriff der Co-Abhängigkeit gleich ganz aufgeben, wie Klein und Bischoff 2013 im Editorial der Zeitschrift SUCHT fordern? Ich bin anderer Meinung. Nicht der Begriff ist Schuld, sondern unsere eingeschränkte Sichtweise. Dabei gibt es sehr wohl gute, wenn auch veraltete Konzepte. Wegscheider, Schaef, Melody, Beattie, Woititz, Lambrou oder Cermag haben in den 70ern und 80ern des letzten Jahrhunderts brauchbare Konzepte entwickelt. Auf dieser Homepage und in meinen Büchern stelle ich Ihnen ein integratives, vielschichtiges Konzept der Mit-Betroffenheit vor, in das die aufgezählten Konzepte eingegangen sind. Außerdem habe ich aufgrund meiner langjährigen Erfahrung Leitlinien und Methoden einer "angehörigenzentrierten" Selbsthilfe, Beratung und Therapie entwickelt.

Doch die Diskussion um Begriffe lenkt vom Eigentlichen ab. Dass es eine Angehörigenproblematik gibt und wir den Angehörigen und Kindern Suchtkranker und ihren Belastungen, Probleme und Leiden mehr Aufmerksamkeit schenken sollten, daran sind sich alle Experten einig. Im Berufsalltag, auf Tagungen, in Fortbildungen oder Workshops mache ich die erfreuliche Erfahrung, dass viele KollegInnen das Defizit sehr wohl erkannt haben und sich engagieren wollen: "Eigentlich müssten wir viel mehr tun!" Vor allem im Bereich der Kinder in Suchtfamilien bewegt sich seit einigen Jahren zunehmend etwas. Das ist gut so und gibt Hoffnung. Der Bereich betroffener Erwachsener allerdings wird, abgesehen vom lobenswerten Engagement einzelner, weiter vernachlässigt. Sie könnten einwenden: Wir haben als Suchthilfe schon ausreichend zu tun, die Suchtkranken sind unsere Zielklientel, nicht die Angehörigen. Warum also sollen wir uns auch noch für die Angehörigen engagieren? Auf diese Frage erhalten Sie auf dieser Homepage vielfältige Antworten.

Ich bin überzeugt, dass in der Hinwendung, Beachtung und Unterstützung von Angehörigen eine riesen Chance liegt, uns zu verbessern und eine effektivere Suchthilfe zu entwickeln.

Ihr Jens Flassbeck

 

Aktuelles

Am 02.09.2016 habe ich im Rahmen der Aktionstage "Sucht hat immer eine Geschichte" in Warburg vortragen dürfen. Der Titel meines Vortrags lautete: "Angehörige haben auch eine Geschichte". Die Veranstaltung war von vorne bis hinten gelungen und ich danke Herrn Kass von der Diakonie und Frau Sickes von der Caritas für die Einladung. Was mich im Nachhinein sehr positiv überrascht hat, war die inhaltlich fundierte, differenzierte und treffliche Berichterstattung in der NW. Soviel Raum wünsche ich der Angehörigenthematik öfter in der medialen Öffentlichkeit. Aber lesen Sie selber: => Zum Artikel...

Ich freue mich jetzt schon auf die Lesung am 06. Oktober in Bad Driburg, die ebenfalls im Rahmen der Aktionswoche stattfinden wird. ( => mehr... )

 

 

annet logo AnNet: Die Uni Hildesheim hat ein Angehörigennetzwerk eingerichtet. Teil von AnNet ist eine Online-Studie zu der Lebenssituation, den Belastungen und der Unterstützung von Angehörigen. Meines Erachtens ist das die Forschung, die uns in Deutschland schon lange fehlt. Es braucht wissenschaftliche Daten und Fakten, auch um die Gesundheitspolitik, Kostenträger und Suchthilfe endlich zum konkreten Handeln im Sinne der Angehörigen zu bewegen. Das Ausfüllen des Online-Bogens soll ungefähr 20-25 Minuten dauern.

=> Zum Online-Fragebogen...

mug heft 29

  

Das neue Heft von Musik & Gesundheit (2016, Heft 29) thematisiert das soziale Netz der Sucht. Die von mir sehr wertgeschätzte Frau Dr. Barnowski-Geiser trägt unter der Überschrift "Tabu trifft…Musiktherapie. Zur Arbeit mit Kindern und erwachsenen Kindern suchterkrankter Eltern" bei. Der Titel meines Artikels lautet: "Gegen den Strom schwimmen lernen. Der co-abhängige Fall Frau Freundlich".

=> Zum Editorial der MuG, Heft 29...

  

  

logo gruener kreisDer Verein Grüner Kreis steht für die Rehabilitation und Integration suchtkranker Menschen und bietet als große Einrichtung in Österreich bei Abhängigkeitsproblemen professionelle Hilfe. Das neue Magazin (Winter 2015, Nr. 96) des Grünen Kreises hat die Überschrift "Bindung, Beziehung, Co-Abhängigkeit". Mein Beitrag hat den langen Titel: "Angehörige beachten, verstehen und unterstützen. Für einen Perspektiv- und Paradigmenwechsel in der Suchthilfe"

=> Zum Magazin...

        

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