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Co-abhängig.de

Sucht betrifft viele, Co-Abhängigkeit alle anderen.

Herzlich willkommen

Sie interessieren sich für die Angehörigenproblematik der Sucht? Vielleicht weil Sie selber betroffen sind, weil Sie suchtkrank sind, weil Sie als Suchthelfer arbeiten oder weil ein Freund von Ihnen betroffen ist? Diese Website ist angehörigenzentriert und solidarisiert sich parteiisch mit den Angehörigen und Kindern von Suchtkranken.

Gibt es Co-Abhängigkeit? Es wird behauptet, dass der Begriff Angehörige als krank stigmatisiere und er deshalb nicht mehr genutzt werden solle. Ich bin anderer Meinung. Der meines Erachtens Pseudo-Diskurs lenkt davon ab, dass sich die Suchthilfe, -politik und -forschung in der Angehörigenproblematik bis heute zu wenig engagiert. Schaden hat dahingegen die weit verbreitete, falsche Sichtweise angerichtet, demnach Angehörige durch ihr Tun und Unterlassen angeblich Sucht auslösen und fördern. Wir sollten selbstkritisch unser mangelndes Engagement und unsere vorwurfsvolle Haltung gegenüber den Angehörigen überdenken.

Angehörige haben es schwer und sie leiden genauso unter den Folgen und Begleiterscheinungen der Sucht wie die Suchtkranken. Im Berufsalltag, auf Tagungen, in Fortbildungen oder Workshops mache ich die erfreuliche Erfahrung, dass viele KollegInnen das Defizit sehr wohl erkannt haben: "Eigentlich müssten wir viel mehr tun!". Sie könnten einwenden: Wir haben als Suchthilfe schon ausreichend Arbeit, die Suchtkranken sind unsere Zielklientel. Warum also sollen wir uns auch noch um die Angehörigen bemühen? Auf die Frage erhalten Sie auf dieser Homepage vielfältige Antworten.

Ich bin überzeugt, dass in der Hinwendung, Beachtung und Unterstützung von Angehörigen eine riesen Chance liegt, uns zu verbessern und eine effektivere Suchthilfe zu entwickeln.

Ihr Jens Flassbeck

Aktuelles

weisse weihnachten Weihnachten ist für viele Angehörige mit Ängsten, Gefühlen der Unlust, des Ekels und Ärgers sowie traurigen und traumatischen Erinnerungen assoziiert. Machen Sie sich frühzeitig Gedanken, wie Sie Ihr Fest vor dem allgemeinen, grenzenlosen Konsumterror der heutigen Zeit wie auch vor den konkreten Eskapaden eines uneinsichtigen und übermäßigen Suchtmittelkonsums innerhalb Ihrer Familie schützen können. Ich empfehle Ihnen aus ganzem Herzen: Weiße Weihnacht. Übrigens ist schon die Besinnlichkeit des Advents ohne Alkohol & Co. viel schöner.
» Zur Homepage der Kampagne Weiße Weihnacht...

Ein Teil von uns, Fersehfilm in der ARD: "Nadja hat ihr Leben endlich im Griff - ein guter, erfüllender Job, eine eigene Wohnung und eine neue Liebe. Dann taucht plötzlich ihre Mutter Irene auf und stellt all das scheinbar wieder in Frage."
Ein beeindruckender Film über Nadja und ihre Leiden und Nöte als erwachsene Tochter einer alkoholkranken Mutter. Er ist schonungslos und unprätentiös. Es wird nicht übertrieben und nichts schön geredet. Ich wollte immer wieder ausschalten und konnte es gleichzeitig nicht, weil es so ergreifend dargestellt ist: der Schmerz, die Scham, die Angst, der Ekel, die Wut, die Ohnmacht und immer wieder die Trauer. - Unbedingt sehenswert, aber nichts für Zartbeseitete!
» bis 17.2. in der Mediathek abrufbar...

Im Herbst ist stets Vortragszeit. Unter anderem habe ich am 02.09.2016 im Rahmen der Aktionstage "Sucht hat immer eine Geschichte" in Warburg vortragen dürfen. Der Titel meines Vortrags lautete: "Angehörige haben auch eine Geschichte". Die Veranstaltung war von vorne bis hinten gelungen und ich danke Herrn Kass von der Diakonie und Frau Sickes von der Caritas für die Einladung. Was mich im Nachhinein sehr positiv überrascht hat, war die inhaltlich fundierte und differenzierte Berichterstattung in der NW. Soviel Raum wünsche ich der Angehörigenthematik öfter in der medialen Öffentlichkeit. Aber lesen Sie selber: » Zum Artikel...

annet logo AnNet: Die Uni Hildesheim hat ein Angehörigennetzwerk eingerichtet. Teil von AnNet ist eine Online-Studie zu der Lebenssituation, den Belastungen und der Unterstützung von Angehörigen. Meines Erachtens ist das die Forschung, die uns in Deutschland schon lange fehlt. Es braucht wissenschaftliche Daten und Fakten, auch um die Gesundheitspolitik, Kostenträger und Suchthilfe endlich zum konkreten Handeln im Sinne der Angehörigen zu bewegen. Das Ausfüllen des Online-Bogens soll ungefähr 20-25 Minuten dauern.
» Zum Online-Fragebogen...

mug heft 29 Das Heft 29 von Musik & Gesundheit (2016) thematisiert das soziale Netz der Sucht. Die von mir sehr wertgeschätzte Frau Dr. Barnowski-Geiser trägt unter der Überschrift "Tabu trifft…Musiktherapie. Zur Arbeit mit Kindern und erwachsenen Kindern suchterkrankter Eltern" bei. Der Titel meines Artikels lautet: "Gegen den Strom schwimmen lernen. Der co-abhängige Fall Frau Freundlich".
» Zum Editorial der MuG, Heft 29...

logo gruener kreis Der Verein Grüner Kreis steht für die Rehabilitation und Integration suchtkranker Menschen und bietet als große Einrichtung in Österreich bei Abhängigkeitsproblemen professionelle Hilfe. Das neue Magazin (Winter 2015, Nr. 96) des Grünen Kreises hat die Überschrift "Bindung, Beziehung, Co-Abhängigkeit". Mein Beitrag hat den langen Titel: "Angehörige beachten, verstehen und unterstützen. Für einen Perspektiv- und Paradigmenwechsel in der Suchthilfe"
» Zum Magazin...